Pillole di Brolio



Erst vor sieben Jahren, erstmals 2014, debütierte das neue Gütesiegel für die Spitzenweine des Chianti Classico, aber schon nach kurzer Zeit nahm die Gran Selezione einen wichtigen Stellenwert unter den grossen Weinen der Welt ein.

Laut des Disciplinare (Produktspezifikation), den Normen des Consorzio Gallo Nero (Winzerverband Schwarzer Hahn), unterscheiden sich die Weine dieser Kategorie vom Chianti Classico Jahrgangswein und von der Riserva dadurch dass sie ausschliesslich aus gutseigenen Trauben hergestellt sind – Einzellage oder Auslese der besten Trauben von mehreren Lagen – und länger ausgebaut werden, mindestens 30 Monate im Keller, davon drei auf der Flasche. Erst dann können sie auf dem Markt erscheinen, ab dem 1°Juli, drei Jahre nach der Lese.

Es handelt sich um die edelste und nachhaltigste Umsetzung des Herkunftsgebiets, eine Besonderheit die in nächster Zukunft auch auf der Etikette ersichtlich sein wird. Hierzu bestimmte der Consorzio des Chianti Classico die “UGA” (Unità Geografiche Aggiuntive, erweiterte geografische Einheiten) die die Herkunft der Chianti Classico Gran Selezione einer der 11 Produktionsgebiete des “Gallo Nero” zuordnen. Diese Herkunftsgebiete wurden nach Wiedererkennbarkeit der Eigenschaften des Weines, Historizität, Bekanntheitsgrad und Stellenwert des produzierten Volumens ermittelt.

Ricasoli begrüsste beide Neuigkeiten der Vorgaben des Konsortiums: die Enstehung der Gran Selezione zu der der mit dem Jahrgang 2010 auch Castello di Brolio zählt, Symbolwein des Weinguts, und auch das grandiose Trio der SangioveseCrus, Colledilà, erster Jahrgang 2007, Roncicone und CeniPrimo die mit dem Jahrgang 2015 erstmals auf den Markt kommen. Ebenso Zustimmmung fand die Einführung  der UGA die auf den neuen Eitketten der vier Chianti Classico Gran Selezione des Sortiments mit der Bezeichnung “Gaiole in Chianti” ersichtlich ist. Francesco Ricasoli erklärt es so: “Die neuen geograohischen Bezeichnungen stehen für etwas das schon lange in der Luft lag. Und das ist ein Wendepunkt, vor Allem für die Verbraucher die immer mehr an den gebietsbezogenen Charakteristiken der Weine interessiert sind.”